LANGATMIG!
Bewertung: ★★☆☆☆
Ardnakelty, ein Dorf im Westen Irlands, steht kopf. Rachel Holohan, die Schwester der Ladenbesitzerin, verschwindet spurlos.
Dabei stand die junge Frau kurz vor der Hochzeit. Ihr zukünftiger Mann ist der Sohn eines angesehenen und wohlhabenden Grossgrundbesitzers im Dorf.
Bei der fieberhaften Suche, bei der sich auch der Ex-Cop Cal Hooper beteiligt, wird die Vermisste tot aufgefunden.
Nun beginnen die Mutmassungen, Verdächtigungen und Schuldzuweisungen in der Dorfgemeinschaft...
Hier haben wir wieder mal so ein Buch, das zu einem der besten Bücher gekürt wurde und das mir nicht zugesagt hat. Dieses Phänomen beobachte ich öfters.
Der Roman war dermassen langweilig, dass ich die letzten hundert Seiten nur noch grob überflogen habe. All das Getratsche, die Stammtischgespräche und Frotzeleien über endlose Seiten haben mich irgendwann regelrecht angeödet.
Es beginnt schon sehr wirr. Der Leser wird zu Beginn in eine geballte Ladung an Figuren geworfen. Diese sind so zahlreich, dass mir irgendwann der Kopf geschwirrt hat. Gemeinerweise hat die Autorin einzelne Hauptfiguren dann auch noch mit unterschiedlichen Rufnamen ausgestattet. Eine Protagonistin, die fast durchwegs Lena genannt wird, wird plötzlich von irgendwem Helena gerufen. Oder Cal, der eine zentrale Rolle innehat, auch noch mit Sunny Jim oder Jean-Claude angesprochen.
Cal ist dann auch der, der ausspricht, was ich schon viele Seiten zuvor gedacht habe. Die Bewohner haben "eine lokale Vorliebe für belangloses Geplauder" (Seite 240). Genau diese Aussage deckt sich mit meinem Eindruck.
Tana French konnte mich mit diesem dritten Teil der Reihe weder überzeugen noch begeistern.
Es flackert Spannung auf, als die junge Frau vermisst und dann ermordet aufgefunden wird. Und das genau auf 30 Seiten, danach verpufft diese und wird von belanglosem Geplauder (siehe oben) überlagert.

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