Montag, 27. Juli 2026

Löwenzahnkind / Lina Bengtsdotter

ERSTER TEIL

Bewertung: ★★★☆☆



In Västergötland verschwindet ein junges Mädchen spurlos. Die 17-Jährige hat in der örtlichen Kneipe in Gullspang gefeiert, verabschiedet sich von ihrer Freundin und kommt nie zu Hause an.

Die Zeit drängt und die Polizei Stockholm schickt seine fähigste Ermittlerin in die Kleinstadt. Charlie Lager ist in der Kleinstadt aufgewachsen und sie weiss, wie die Menschen dort ticken. 

Wird sie Annabelle finden?


Eine Kleinstadt in Westschweden und eine 17-jährige, die verschwindet. Dieses Buch hat alles um spannende Lesestunden zu bescheren. Trotzdem ist der Funke nicht ganz übergesprungen. Ich weiss auch nicht woran es genau lag, vermute aber, dass das dies dem Erzähltempo geschuldet war. 

Die Handlung stockt immer wieder. Die Ermittlungen rund um das vermisste Mädchen werden über längere Passagen völlig zur Seite geschoben.  So nimmt zum Beispiel die Vergangenheit der Ermittlerin viel Raum ein. Charlie Lager ist zudem mit einem Alkoholproblem unterwegs und fällt somit in die Rubrik "Ermittler mit etlichen persönlichen Problemen". Dies scheint ja Mode zu sein, dass ein Ermittler alles andere als ein Normalo zu sein hat. Alkohol, Männer, die sie immer wieder irgendwo aufgabelt und ihre schwierige Vergangenheit in der Kleinstadt nehmen einfach zu viel Raum ein.

Gut gefallen haben mir die Kapitel "Jener Tag", die die letzten Tage der Vermissten aufarbeiten. Hier kam Spannung auf, denn man sieht mehr und mehr, was geschah mit der 17-Jährigen.

"Löwenzahnkind" ist der Start in eine Reihe und ich kenne schon "Mohnblumentod". In diesem dritten Teil hat mich die Ermittlerin auch bedeutend mehr überzeugt, denn in "Löwenzahnkind" bleibt sie zeitweise blass.

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