Montag, 13. April 2026

Dunkelmann / Lars Findsen & Jacob Weinreich

ZÄH WIE KAUGUMMI

Bewertung: ★★☆☆☆



Agentin Maja Brink wird in die Türkei geschickt. Dort wird sie bei dem gefährlichen Einsatz verletzt und muss zurück nach Dänemark. Statt ihre Genesung voranzutreiben, hat sie sofort einen neuen Fall auf dem Tisch. 

Eine chinesische Gruppe hat es auf Dänemark abgesehen und Analyst Daniel Hartmann vom dänischen Geheimdienst ist sich sicher, dass Maja Brink die richtige Agentin für diesen brisanten Fall ist. Maja übernimmt den Fall, obwohl sie mit ihrer Familie hätte Urlaub machen sollen.

Rasch wird aufgedeckt, dass ein Mitglied der chinesischen Delegation unter falschem Namen in Kopenhagen aufkreuzt. 

Agententhriller? Tönt spannend und der Klappentext verspricht eine fesselnde Story, die vielleicht Parallelen zu der Realität hat. Dachte ich.

Leider habe ich mich praktisch über die ganze Geschichte leicht gelangweilt. Oft habe ich den roten Faden nicht gesehen. Denn es wird mal hier, mal da erzählt und die Zusammenhänge sind manchmal schwer zu durchblicken. Einmal ist Maja in der Türkei, mal in Kopenhagen, mal befasst sie sich mit einem Fall, dann wieder mit dem anderen. Die Handlung rund um Hartmann ist zum Glück beständiger.

Beide leben in schwierigen Beziehungen. Diese kränkeln vor allem, weil berufliche Belange immer Vorrang haben. Da ist zum Beispiel Daniel Hartmann, dessen Frau Isabella einen Podcast veröffentlicht, der ihm aus irgendeinem Grund nicht ins Konzept passt. Der Podcast handelt von den internen Verhältnissen beim PET und Daniels Chef will diesen verhindern. Die Gründe dafür habe ich bedauerlicherweise nicht nachvollziehen können. 

Aber auch die Beziehung zwischen Maja und Freund Jonas ist brüchig, da ein geschäftlicher Anruf für sie immer Vorrang hat. Sogar in der Paartherapie, die sie starten, geht sie vor die Türe um zu telefonieren.

Ich denke es hätte der Spannung gutgetan weniger Privates zu erzählen. Und andererseits die Arbeit des Geheimdienstes so zu erzählen, dass auch ein Leser ohne einschlägige Erfahrung durchblicken kann. Man merkt halt durch die detaillierten Beschreibungen schon, dass einer der Autoren jahrelang Leiter des Geheimdienstes war. Da war viel Insider Wissen, verschachtelte Arbeit und Hintergründe, die ich oft nicht einordnen, geschweige denn verstehen konnte.

Mich hat das Buch entäuschenderweise weder gepackt noch hat es mir gefallen. Tatsächlich hatte ich so meine Probleme und ich musste mich durchbeissen. Zäh wie Kaugummi!



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