Donnerstag, 12. Februar 2026

Das Camp / Linus Geschke

ZWEITER TEIL!

Bewertung: ★★★★☆



Der Campingplatz "Donkerbloem" in Belgien hat einen neuen Verwalter. Besitzer Wout Mertens lebt und arbeitet in Köln und hat die Verantwortung für den Platz in den Ardennen seinem besten Freund Tayfun Akyol übertragen. Damit kehrt nach den vergangenen, abscheulichen Ereignissen Ruhe auf dem Platz ein.

Dafür hat Wout einiges am Hals. Die Hamburger Kommissarin Frieda Stahnke taucht bei ihm auf. Sie ist überzeugt davon, dass er ihr Drohmails schreibt. Als auch noch ein Mörder scheinbar wahllos Menschen tötet und Frieda verdächtigt wird, damit zu tun zu haben, flüchtet sie auf den Campingplatz. Sie hofft die Sache dort aussitzen zu können...

Nach "Der Trailer" ist "Das Camp" der zweite Teil rund um den Campingplatz Donkerbloem in den Ardennen. Obwohl ich da präzisieren muss: Nur ein ganz kleiner Teil der Geschichte handelt diesmal auf dem idyllisch gelegenen Campingplatz. Allerdings denke ich, man sollte den ersten Teil gelesen haben, um hier folgen zu können.

Als Eröffnungskapitel geschieht ein Mord und macht Lust auf mehr. Danach springt die Story zehn Tage zurück und wird leider leicht langatmig. Es folgt eine Handlung, die eher ruhig dahin plätschert. Erst nach 67 Seiten ist Schluss damit und ein weiterer Mord geschieht. 

Man muss sich auf eine rasche Abfolge von Perspektiven, Orten und Fällen einstellen. Diese wechseln kapitelweise und die Kapitel enden oft mit einem Cliffhanger. Es wird immer spannender und die losen Erzählfäden laufen nach und nach zusammen.

Liebgewordene Figuren aus dem ersten Teil begleiten auch diese neue Geschichte. Da ist erst mal der Barbesitzer Wout, der sein Geld mit krummen Geschäften macht. Ihn möchte ich nicht als Nachbarn haben. Er ist jedoch gegenüber denen, die er mag, freigebig und loyal. Tayfun, der nun den Campingplatz leitet, war und ist meine Lieblingsfigur. Er wirkt leicht verletzlich, wohl auch, weil er sich verliebt hat.

Die Dritte im Bunde ist Kathinka Schill, Wouts Untermieterin und ein Ass in technischen Dingen. Die zweite weibliche Hauptrolle füllt Kommissarin Frieda Stahnke aus, die sich plötzlich mit einer geballten Kriminalität konfrontiert sieht. Sie blieb für mich jedoch eher blass.

Das Ende hat noch einiges an Nervenkitzel gebracht und leider gehörte auch ein Abschiednehmen dazu. In einigen Bereichen ist das Ende offen gehalten. Man ahnt schon in welche Richtung der dritte Teil wohl gehen wird.

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