Mittwoch, 11. Februar 2026

Der Boss - Ist er ein Monster oder ein Genie ? / Iliana Xander

NICHT ÜBERZEUGEND...

Bewertung: ★★★☆☆



Nach einem Clubbesuch landet Cara, die beste Freundin von Nathalie, im Krankenhaus. Die junge Frau liegt im Koma und Nathalie ist überzeugt, dass der attraktive Mann, mit dem Cara den Club verlassen hat, dafür verantwortlich ist. 

Per Zufall entdeckt Nathalie, wer dieser unbekannte Mann ist: Es handelt sich um den wohlhabenden Unternehmer Geoffrey Rosenberg. Nathalie will wissen, was in der Nacht geschehen ist und nimmt den Job als Reinigungskraft auf The Splendors, dem luxuriösen Anwesen des Millionärs an. 

Ihr Ziel ist es, Rosenberg eine Falle zu stellen und zu erfahren, was mit Cara geschehen ist...

In der ersten Hälfte des Buches drehen sich die Kapitel um Nathalie und einer unbekannten Figur. Gerade letztere waren ganz schön gruselig und verstörend. Denn diese zeigen deutlich, dass Nathalie in Gefahr schwebt. Man wartet regelrecht darauf, dass der grosse Knall geschieht. Man wartet und wartet und sieht dabei Nathalie über die Schulter, die mit vielen Selbstgesprächen und sinnfreien Gedanken die Handlung in die Länge zieht. Immer wieder wird erzählt, was sie so denkt und fühlt. Naiv und ganz schön von sich und ihren Detektivkenntnissen überzeugt, tapst sie in der Villa herum. Ich konnte nicht immer nachvollziehen, was Nathalie so treibt und die Schlüsse, die sie daraus zieht.

Es geht viel Seltsames vor in dieser Villa. Die Angestellten, die in der Villa arbeiten, sind allesamt verdächtig. Allen voran der Boss, der titelgebend dort schaltet und waltet, wie es ihm passt. Sehr schnell habe ich mich gefragt, was er für eine Rolle in dem ganzen Geschehen innehat. 

Über einige Ungereimtheiten, wie die Tatsache, dass Nathalie nur für drei Tage engagiert wurde, sie geht am vierten Tag jedoch auch hin, bin ich gestolpert. Oder über die Regel, dass Alkohol im Haus streng verboten ist, an einer Party jedoch ausgeschenkt wird... die Handlung ist leider nicht immer ganz rund und wird im letzten Drittel des Buches rasant. Hier überschlagen sich die Ereignisse und einige meiner Ahnungen haben sich bestätigt.

Nun zum Schreibstil...okay, ich konnte kaum glauben, dass hier die Autorin, die auch "Love Mom" geschrieben hat, zugange war. Holperig, einfach gehalten und teilweise schlecht übersetzt oder weshalb wird Nathalie zum Beispiel so oft und in unpassenden Situationen mit "Schätzchen" angesprochen? 

Die Figuren sind nervig bis offensichtlich schwarz weiss charakterisiert. So, dass auch der Letzte merkt in welche Schablone man die Figur legen muss. Vieles wird da offensichtlich und die Auflösung, die relativ früh kommt, war für mich zu weiten Teilen nicht mehr überraschend. Der Grund, weshalb das alles geschieht, konnte mich hingegen abholen und bescherte mir doch noch ein Aha - Erlebnis.

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