Donnerstag, 22. Januar 2026

Kalter Grund / Eva Almstädt

SOLIDER KRIMI

Bewertung: ★★★★☆



Auf einem Bauernhof in Greversdorf in Osthohlstein werden drei Menschen tot aufgefunden. Vater, Mutter und der 22-jährige Sohn wurden vor ihrem Haus brutal ermordet.

Für Kriminalkommissarin Pia Korittki, die neu beim Bezirkskriminalamt Lübeck arbeitet, bedeutet das den ersten Mordfall. Noch dazu einen dreifachen Mord.

Nicht nur der Fall ist eine Herausforderung für sie. Es fällt ihr ebenfalls schwer ihren Platz im Team zu finden. Erst als auch noch ein 16-jähriges Mädchen verschwindet, kann sie sich beweisen.

"Kalter Grund" ist der Auftakt mit Kriminalkommissarin Pia Korittki und ein solider Krimi. Die Protagonistin Pia ist neu bei der Kripo Lübeck und versucht ihren Platz in dem nicht gerade freundlichen Team zu finden. Ihre Kollegen sind allesamt verstockte Beamte, die erstens frauenfeindlich und zweitens mit vielen Vorurteilen behaftet sind. Sie muss sich beweisen und manchen Kampf ausfechten. Sehr unterhaltsam war diese Seite der Geschichte.

Der Einstieg fiel mir, wie auch Pia, nicht leicht. Denn es kommt eine geballte Ladung Figuren auf einen zu. Um den Lesefluss zu begünstigen, hätte ich es begrüsst, wenn das Team der Kripo Lübeck etwas abgespeckt daher gekommen wäre. So wusste ich oft nicht, wo mir der Kopf steht mit all den Namen, Bezeichnungen der Beamten und Umständen. Dasselbe in dem Dorf Greversdorf, in dem der Dreifachmord geschieht. Hier kommen auch etliche Figuren, Nachbarn und/oder Bekannte der Ermordeten dazu.

Ermittlungen in einem 1000 Seelen Dorf bedeuten auch viel Klatsch und Hörensagen. Dagegen kämpft Pia bei ihren Ermittlungen an und stösst oft gegen eine Mauer des Schweigens. Mit den vielen Figuren hatte man auch reichlich Auswahl rund um das Rätsel des Mörders. Ich tappte bis zum Schluss im Dunkeln und die Identität des Mörders ist im Nachhinein nachvollziehbar. Pia Korittki und ihr Kollege Marten Unruh leisten solide Ermittlungsarbeit in dem Dorf. Die Ergebnisse treiben sie weiter und weiter auf ihrem Weg den Mörder zu finden.

Abgesehen davon, dass mir zu viele Figuren involviert waren, mochte ich den Schreibstil von Eva Almstädt.

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