Dienstag, 13. Januar 2026

Dead Line / Alex Lake

STOFF AUS DEM ALBTRÄUME SIND

Bewertung: ★★★★★



Der Privatjet eines Lebensmittelkonzerns startet und soll Führungskräfte für die Weihnachtstage nach Hause bringen. Doch das Flugzeug mit sieben Passagieren und einer Pilotin nimmt nicht Kurs nach Portland, sondern steuert über das offene Meer hinaus. 

Als den Passagieren auffällt, dass etwas nicht stimmt, meldet sich die Pilotin über Lautsprecher. Sie erklärt ihnen, dass sich unter den Passagieren ein Mörder befindet und verlangt, dass dieser sich zu der begangenen Tat bekennt. Wenn das nicht in den nächsten 30 Minuten geschieht, wird sie das Flugzeug in den Atlantik stürzen lassen. Wenn sich der Täter meldet, wird sie nach Portland fliegen und sicher landen.

In der Anfangsphase der Geschichte hat der Autor kapitelweise die Passagiere an Bord eingeführt. Sieben Figuren, plus die Pilotin. Acht Namen, acht Lebensumstände und acht Sichten auf das Geschehen an Bord. Egal wer gerade im Mittelpunkt steht, das Setting ist beklemmend. Dieser Start ist Stoff aus dem Albträume sind. 

Die Führungskräfte, sowie eine unbeteiligte Passagierin, sind schon in der Luft und freuen sich auf Weihnachtstage mit ihren Familien, als die Pilotin ihnen den Schock für´s Leben verpasst. Es beginnt ein Gerangel. Denn irgendwer muss einen Mord gestehen, sonst werden alle abstürzen und sterben. Doch was für ein Mord verübt wurde, das liegt vorerst noch im Dunklen. Puzzleteil um Puzzleteil fällt und ungefähr Mitte Buch wird deutlicher, wie alles zusammenhängen könnte. Ein Motiv drängt sich auf, damit sind jedoch nicht alle Fragen geklärt. Denn nun drängte sich die Frage nach der Identität der Pilotin und vor allem des Täters unter den sieben Passagieren auf.

Mir hat sehr gefallen, wie gründlich die Figuren eingeführt wurden, auch wenn es zu Beginn etwas viel an Informationen und Figuren sind. Eine andere Zeitebene, sowie ein Ortswechsel, beleuchtet Geschehnisse in der Vergangenheit. Es wird schnell klar, dass sie mit der Flugzeugentführung in Zusammenhang stehen. Ich hatte relativ schnell eine Ahnung, wie diese Zusammenhänge sein könnten und war gespannt, ob ich richtig liege.

Alex Lake, der unter diesem Pseudonym Thriller schreibt, hat mir auch bei diesem vierten Thriller, den ich von ihm gelesen habe, spannende Stunden beschert. Sein Schreibstil, bei dem ich einen guten Lesefluss hatte, gefällt mir sehr. Seine Figuren charakterisiert er prägend und aus diesem Grund konnte ich die sieben Passagiere relativ rasch auseinanderhalten. 

Daumen hoch für diesen spannenden Thriller mit einem Gänsehaut auslösenden Setting.

Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich beim Bloggerportal und dem Goldmann Verlag.

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