Samstag, 12. August 2023

Blutwette / Andreas Franz

ZU BEGINN WIRR!

Bewertung: ★★★☆☆



In Frankfurt begeht ein bekannter Boxer Selbstmord. Seine Ehefrau, die ein Kind erwartet, zeichnet ein Bild von ihm, das der Oeffentlichkeit so nicht bekannt war: Glücksspiel, Alkoholprobleme und hohe Schulden.

Kommissarin Julia Durant zweifelt von Beginn weg daran, dass der Tote Selbstmord begangen hat und wittert einen Mord. Zusammen mit ihrem Lebensgefährten Claus Hochgräber, dem Leiter der Mordkommission, findet sie Parallelen zu einem Jahre zurückliegenden Mord.


Dieser neue Fall der Julia Durant Reihe hat es mir schwer gemacht. Gerade zu Beginn, wo es wichtig ist, dass ein Leser sich in das Buch einliest, hat der Autor sehr viele Perspektivwechsel vorgenommen. Da viele verschiedene Stränge nebeneinander laufen erfolgen die Wechsel kapitelweise und machen das Ganze wirr. Dazu kommt die beträchtliche Anzahl Figuren und das überdurchschnittlich gut besetzte Ermittlerteam. Um den Leser zusätzlich zu verwirren, betitelt der Autor die Figuren einmal mit dem Vornamen, dann wieder nur mit dem Nachnamen. Nicht genug damit, lässt Daniel Holbe, der nach dem Tod von Andreas Franz die Reihe weiterführt, auch noch verstorbene Ermittler und ehemaligen Kollegen der Ermittler Revue passieren. Da ich dadurch konstant damit beschäftigt war, die Stränge und/oder Figuren zu sortieren, empfand ich die Handlung als unübersichtlich und zäh.

Julia Durant ist sympathisch und geizt wie immer mit privaten Details. In diesem Buch muss sie einen Todesfall einer nahen Person verkraften. Etwas, was ab und zu erwähnt wird, jedoch nicht ihre Konzentration auf den neuen Fall raubt. 

"Blutwette" ist der 18 Fall in der Reihe und auch ohne alle Vorgänger gelesen zu haben, konnte ich folgen. Ich denke der Grund dafür liegt sicher auch darin, weil Privates der Ermittler eine sekundäre Rolle spielt.


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