EFFEKTVOLL
Bewertung: ★★★★☆
Die Abteilung für Gewaltverbrechen der Polizei Kopenhagen hat es mit einem Serientäter zu tun. Der Mörder arrangiert seine Opfer inmitten von Kerzen und auf den Augen der Opfer liegen wertvolle Münzen. Kriminalkommissarin Sara Levin und ihr Partner Janus West hoffen mit diesen Münzen einen Anhaltspunkt und den Mörder zu finden.
Ihnen steht Saras Bruder Adam, ein auf Serientäter spezialisierter Profiler, zur Seite. Adam hofft mit dieser beruflichen Ebene vermehrt Kontakt zu Sara zu haben. Denn seit Christian Levin, der Vater der beiden, lebenslänglich einsitzt, haben die Geschwister kaum noch Kontakt zueinander.
Nun muss Sara über ihren Schatten springen, denn die gefundenen Münzen führen sie direkt zu ihrem Vater ins Gefängnis...
Dieser Thriller hat geschichtliche Hintergründe. Denn der Mörder hat ein Faible für die Antike, was sich einerseits in seinen ... nennen wir es ... Arrangements ... am Tatort zeigt und andererseits in den Ermittlungen zu finden sind. Kommissarin Sara Levin und ihr Kollege Janus West suchen nämlich etliche Gutachter, die mit der Antike vertraut sind, auf. Da wird es manchmal etwas gar geschichtlich für meinen Geschmack.
Der Autor arbeitet auch als Drehbuchautor und ich finde, das merkt man gut. Er beschreibt oft sehr effektvoll und man kann sich die Szene sehr gut vorstellen. Auch fand ich vor allem die Einführung in die Figuren und ihrer Lebensumstände sehr sorgfältig. Einblicke in die Einsätze des Ermittlerteams enthalten grausame Szenen, die nichts für sensible Leser sind.
Das Privatleben von den Ermittlern wird dünn gesät. Dafür wird das Drama um Saras Vater, der als verurteilter Mörder lebenslänglich einsitzt, sowie die Beziehung zu Bruder Adam thematisiert. Es spielen beide, Vater Christian und Bruder Adam, eine wichtige Rolle in den Ermittlungen rund um den Serientäter, den es zu fassen gilt. Ich fand das eine gelungene Parallele zu dem Fall, der Suche nach dem Serientäter.
Dieses Buch ist ein Reihenauftakt und ich hoffe, sein Nachfolger wird etwas spannender. Denn in diesem ersten Band weiss man eigentlich ziemlich rasch, wer die Verbindung zum Täter ist. Von da auf den Täter zu schliessen, ist zwar unmöglich, aber trotzdem war der Ansatz Mitte Buch klar.

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