Freitag, 21. August 2026

Cold Case. Das letzte Bild / Tina Frennstedt

GLEICH DREI COLD CASES

Bewertung: ★★★★☆



Tess Hjalmarsson von der Polizei in Malmö ist zurzeit suspendiert und trotzdem reiben sie die ungelösten Fälle der Abteilung für Cold Cases auf. Ein Fall, der sechs Jahre zurückliegt, kann Tess nicht vergessen. In Dragor verschwand die 17-jährige Mathilde Borup auf dem Weg zu ihrem Elternhaus spurlos. Der Fall ist bis heute nicht aufgeklärt. 

Nun, Jahre später, taucht auf der Plattform "Murderprix" ein Foto auf, das sie kurz vor dem Verschwinden zeigt. 

Ein Foto von einer zweiten vermissten Frau, Jenny Ramsvik, zeigt eine ähnliche Umgebung wie Mathildes Bild. Der Verdacht liegt nahe, dass beide Frauen vom selben Täter entführt wurden. Für die Ermittler eröffnen sich damit ganz neue Ermittlungsansätze.

"Das letzte Bild" ist der vierte Teil der Cold Case Reihe. Die Fälle sind in sich abgeschlossen und können also auch ohne Vorwissen gelesen werden. Einzig die private Seite der Protagonistin, Polizistin Tess Hjalmarsson, geht nahtlos weiter. Auch ihre berufliche Situation ist die Fortsetzung der ersten Bände. Die Autorin hat das jedoch so geschrieben, dass auch Neuleser das Wichtigste erfassen können.

In diesem Band verknüpfen sich drei verschiedene Cold Cases, alle beinhalten Verbrechen an jungen Mädchen. Die Verknüpfung ist anspruchsvoll. Zuerst läuft ein einzelner Fall und plötzlich bekommt man das Ganze hoch drei. Also drei Opfer, drei Lebensumstände, Verdächtige, Ermittlungsergebnisse und Taten. Ab und zu musste ich zurückblättern und nachlesen, was denn nun in welchem Vermisstenfall Sache ist.

Diese Fälle basieren auf wahren Taten. Welche, erklärt die Autorin im Nachwort. Vielleicht deswegen sind sie sehr authentisch, durchdacht und die Ermittlungsergebnisse logisch aufgebaut.

Ein, parallel zu der Hauptgeschichte, mitlaufender Strang zeigt das Leben einer bekannten Schauspielerin. Diesen Strang konnte ich lange Zeit nicht mit der Hauptgeschichte verbinden. Wie diese zusammenhängen, empfand ich als sehr packend. Erst auf Seite 300, also relativ spät, fällt der Puzzlestein an die richtige Stelle und hat bei mir für einen Aha-Moment gesorgt.

2 Kommentare:

  1. Liebe Irene

    Das klingt spannend und besonders gut gefällt mir, dass die Fälle auf wahren Tatsachen beruhen und dass im Nachwort auch noch gut darauf eingegangen wird, das finde ich persönlich immer sehr spannend.

    Ganz liebe Grüsse und danke für den Tipp
    Livia

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    1. Liebe Livia,
      Bitteschön.
      Ich mag das, wenn im Nachwort von den Autoren aufgezeigt wird, woher die Idee kommt. Wenn dann noch von wahren Begebenheiten, umso besser.
      Liebe Grüsse
      Irene

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