HORROR-THRILLER
Bewertung: ★★★☆☆
Autorin Annie Blunt, die mit ihren Kinderbüchern bekannt geworden ist, benötigt dringend ein Tapetenwechsel. Nach dem Tod ihres Mannes John ist sie alleinerziehend und möchte mit ihrem Sohn Charlie eine Weile weg aus New York.
Ihr Lektor mietet für Mutter und Sohn ein Haus in Castle Creek, einem Städtchen auf dem Land. Kaum angekommen, gehen merkwürdige Dinge in dem Haus vor. Zudem wird ein toter Mann in einem Strassengraben in Lucknow, unweit von Annies neuem Zuhause, gefunden. Als sich noch ein weiterer Unfall ereignet, weiss Annie nur eines: Sie muss so schnell wie möglich mit Charlie weg ...
Die Geschichte beginnt 2011 aus der Sicht von einem kleinen Jungen, der eine elektrische Eisenbahn bekommt. Er ist mit einer bösartigen, älteren Schwester geschlagen. Die drei Jahre ältere Glynis quält ihren kleinen Bruder Jeremy, wo sie kann und ich hatte Mitleid mit ihm.
Das Leben der Familie verwandelt sich schon bald zur Katastrophe und ist federführend für die folgende Handlung, die sich in der Gegenwart abspielt. Hier benötigte ich erst einmal Durchhaltewillen. Denn scheinbar endlos lange führt der Autor seine Leser in das Leben von Annie Blunt und ihrem Sohn Charlie ein. Es geht oft um die Annies Arbeit an ihren Kinderbüchern mit einem Pinguin als Protagonisten, der Arbeit von Annies verstorbenem Mann und dem Plot gebenden Thema Modelleisenbahnen und rund um deren Bau und Faszination.
Es dauert und dauert bis wieder Thrill in die Story fliesst. Das geschieht ab der Ankunft von Mutter und Sohn in dem seltsamen Haus, das sie gemietet haben. Ab da geht es Richtung Horror und spielt mit übernatürlichen Elementen. Splitterwelten lassen grüssen. Eine Richtung, die ich nicht erwartet habe und bei der ich zweigeteilt bin. Einerseits hat mir die unterschwellige gruselige Atmosphäre dort in dem Spukhaus gefallen. Andererseits ahnte ich, dass der Grund dafür mystische, übernatürliche Energien sind. Ich habe es nicht so mit Geschichten, die einen Fantasy ähnlichen Touch haben. "Komm spielen" gehört bedauerlicherweise dazu, auch wenn man das aus dem Klappentext nicht heraus lesen konnte.
Linwood Barclay hat einen Horror-Fantasy-Thriller geschrieben, der mich leider aus den obengenannten Gründen nicht ganz erreichen konnte.
Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich bei Vorablesen und dem atb Verlag

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