Sonntag, 31. August 2025

Elevator / Claire Cooper

VERWIRREND!

Bewertung: ★★★☆☆



Ein wichtiges Meeting im Bürokomplex von der Firma Pearl Associates, an dem Cerys teilnehmen muss, steht bevor. Sie meldet sich an und nimmt den Fahrstuhl in die 26. Etage. Mit ihr im Fahrstuhl fährt eine ihr unbekannte Frau mit. 

Der Fahrstuhl bleibt mit einem Ruck stehen und die beiden Frauen versuchen, um Hilfe zu rufen. Weder der Empfang ihrer Handys noch der Notrufknopf funktioniert. Um sich die Zeit zu vertreiben und die aufkommende Panik zu unterdrücken, beginnen sie sich zu unterhalten. Dabei vertraut Cherys Schicksalsgenossin Maeve ihr einiges über ihre Vergangenheit an.

Der Prolog startet als hervorragender Einstieg in die Geschichte. In Ich Perspektive erzählt eine Figur kurz und eindringlich.

Was danach kam, hat mich oft verwirrt. Denn die Autorin hat einen Aufbau gewählt, der absolut chaotisch ist. Sie springt kapitelweise durch Raum und Zeit, dies einmal mit Cerys und das andere Mal mit Maeve im Mittelpunkt. 

Vor allem die Vergangenheit beider Protagonistinnen hat für die Geschichte ein starkes Gewicht. Diese wird aber leider nicht chronologisch, sondern bunt durcheinander erzählt. So liest man zum Beispiel in einem Kapitel was Maeve vor 17 Jahren in Bristol erlebte, gefolgt von einem Kapitel "London vor 9 Monaten". Dieses Kapitel wird wieder abgelöst von "Bristol, Maeve vor 17 Jahren". Das war mir zu viel hin und her und irgendwann konnte ich der Handlung in der Vergangenheit nur schleppend folgen.

Garniert wird das Ganze mit Kapiteln in der Gegenwart, in dem die Frauen feststecken und sich Anekdoten aus ihrer Vergangenheit erzählen. Bedauerlicherweise hat die Autorin es auch versäumt die Protagonistinnen prägender und deutlicher zu charakterisieren und so habe ich sie oft verwechselt. Ich denke diese mangelnden Merkmale in den Charakterisierungen sind wohl auch dem Schreibstil von Claire Cooper geschuldet. Dieser ist generell einfach gehalten und emotionsarm.

Ich fand diesen Thriller über weite Teile zäh, langatmig und verwirrend. Bis der Zusammenhang der beiden Frauen dort im Lift offen gelegt wird, hat mich wenigstens diese Frage bei der Stange gehalten. Hier habe ich Spannung empfunden.

Für das Rezensionsexemplar bedanke ich mich beim Bloggerportal und dem Goldmann Verlag!

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